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Koblenz,23.10.2008

Kaum hat die Freibadsaison begonnen und der eine oder andere beklagt den ersten Sonnenbrand, da beginnt bei der Reimann GmbH in Dresden bereits die Weihnachtszeit. Mensch und Maschine rotieren auf Hochtouren, um den köstlichen Dresdner Weihnachtsstollen nach dem Originalrezept von Emil Reimann rechtzeitig für den Versand nach Japan, Singapore oder die USA zu fertigen. Denn auch hier wollen die Gourmets zum Jahresausklang nicht auf diese Köstlichkeit verzichten.

Nach einer bewegten, fast hundertjährigen Geschichte ist die Reimann GmbH im Jahr 1994 wieder als Tochtergesellschaft zurückgekehrt zur Sächsischen Großbäckerei Union, die als Sächsische Brotfabrik Union am 26.4.1910 von Emil Reimann gegründet wurde. Mit 350 Mitarbeitern, die saisonal noch auf 420 erhöht werden, fertigt man am Standort Dresden den traditionellen Dresdner Weihnachtsstollen.


Der Original Dresdner Weihnachtsstollen ist auch in Japan sehr beliebt

Zwar der guten alten Backtradition verpflichtet, ist die Emil Reimann GmbH heute ein modernes Großunternehmen, das große Handelsketten ebenso beliefert wie Feinkostläden und Privatkunden. Mit einem Stollenumsatz von 7,5 Millionen Euro trägt die Reimann GmbH zu einem Viertel zum Umsatz des Gesamtkonzern bei, der von Thomas Wohlgemuth geführt wird. „ Der Privatkundenbereich trägt wesentlich zu diesem Ergebnis bei. Speziell für die Wünsche dieser Kunden beschäftigen wir in der Vorweihnachtszeit fünf Telefonistinnen, die die Bestellungen aufnehmen“, erzählt Elke Ottmüller, die als Geschäftsführerin der Union Bäckerei auch für die Emil Reimann GmbH verantwortlich zeichnet.

Diese enge Verzahnung kommt nicht von ungefähr, betreibt doch die Union Bäckerei über 80 eigene Filialen im Großraum Leipzig-Dresden-Halle-Zwickau, die unter der Marke Emil Reimann die Produkte des gesamten Unternehmens vermarkten. „Dabei legen wir Wert darauf, jeder Filiale ein eigenes Gesicht zu geben - sowohl im Ladenbereich als auch im angeschlossenen Café. Am Standort Dresden haben wir beispielsweise in der Filiale direkt am Werk eine eigene Kaffeerösterei, in der Innenstadt verfügt eine Filiale über eine Schaubäckerei und künftig wird es in einer Dresdner Dependance Emil-Reimann-Eis geben“, erläutert Elke Ottmüller das Vermarktungskonzept der Marke noch genauer.


Über 80 eigene Fillialen werden täglich mit frischen Backwaren versorgt

All dies über isolierte IT – Insellösungen zu steuern, stieß Ende 2006 endgültig an seine Grenzen, so dass man sich auf die Suche nach einer neuen Software machte. Dabei sollte im ersten Schritt eine ERP-Komplettlösung bei der Emil Reimann GmbH eingeführt werden, bevor auch die IT – Landschaft in der Muttergesellschaft den gestiegenen Bedürfnissen angepasst wird.

Die Entscheidung fiel zugunsten des Koblenzer Systemhauses OGS, das mit dem mittelstandsgerechten OGSid – Business Pack überzeugte. Neben der gesamten Auftragsabwicklung begeisterten die Module Reportingsystem, Kostenrechnung und die Integration von Microsoft Office die Entscheider der Reimann GmbH und des Mutterkonzerns. Selbstverständlich erfüllt die Software auch alle gesetzlichen Vorgaben der Chargenrückverfolgbarkeit in den Tools Bestellwesen/Einkauf und Materialwirtschaft.

„Für die früher völlig autarke Fremdbuchhaltung haben wir eine Schnittstelle zur OGSid Software so integriert, dass alle Prozessabläufe kein händisches Eingreifen mehr erforderlich machen“, erläutert der OGS Projektleiter Andreas

Kaiser. „Rechnungseingang und –ausgang werden in OGSid erfasst und per Schnittstelle an die Fremdfinanzbuchhaltung übergeben.“

Eine weitere Schnittstelle besteht heute zur Toolbox, einem Konfektionierungs- und Kommissionierungsprogramm auf PC-Basis. „Wir nutzen die Toolbox für die Abwicklung von Kleinmengen, die beispielsweise in unsere achtzig Filialen oder in den Privatkundenbereich geliefert werden“, erläutert Ottmüller die Funktion und Bedeutung dieses Programms. Gerade diese Verknüpfung erwies sich als Herausforderung für das Softwarehaus, sollte doch der bisherige Artikelstamm beibehalten werden. Eine Schwierigkeit bei der Definition beispielsweise des gleichen Emil-Reimann-Christstollen als Kartonartikel, Einzelartikel oder innerhalb eines Displays. „Gelöst haben wir das Problem, indem wir für jede Packart einen eigenen Artikel im System angelegt haben, der sich bestandsmäßig aber auf den Materialartikel „einzelner Stollen“ bezieht. Über Umrechnungsfaktoren werden die Kartons und Displays dann entsprechend umgerechnet und dem Konfektionierprogramm mitgeteilt.“

„Generell lässt sich sagen, dass alle Prozessabläufe im Haus durch die neue Software optimiert und strukturiert wurden“, betont die Büroleiterin Angelika Wilschke und ergänzt, dass „die Arbeit jetzt viel mehr Spaß macht“.

Die stets zeitnahen statistischen Auswertungen erleichtern auch die Arbeit von Elke Ottmüller im Bereich Einkauf. „Vor allem künftig werden wir den Verlauf der Preisentwicklungen in der laufenden Saison und im Vergleich zu den Vorjahren über die Objektverwaltung stets im Blick haben, was die Forecastplanung des Artikels für den Einkäufer ganz wesentlich erleichtert. Während wir häufig schon am Jahresende unsere Preise für das Weihnachtsgeschäft des kommenden Jahres abgeben müssen, erhalten wir die endgültigen Einkaufspreise erst circa im April. Langjährige Erfahrungen und das Gespür für den Markt bringen wir zwar mit, aber eine Untermauerung durch eine aussagekräftige Statistik gibt zusätzliche Sicherheit“, so Elke Ottmüller.

Nicht nur von der Geschäftsleitung, sondern von allen Mitarbeitern, die heute mit der OGSid Software arbeiten, wird die intensive Schulung vor Ort und die Hilfsbereitschaft der stets erreichbaren OGS – Hotline gelobt. „Seit Aufnahme unseres Echtbetriebs am 1.Juni 2007 sind weitere Segmente unseres Betriebs in die Software integriert worden, wie die Zeitwirtschaft oder gerade jetzt das PPS. Da gibt es dann doch das ein oder andere ‚Problemchen'. Aber stets haben wir auf die volle Unterstützung setzen können und die umgehende kompetente Hilfe durch einen OGS Mitarbeiter erhalten. Diese Sicherheit beruhigt einfach“, bekräftigt Angelika Wilschke auch im Namen ihrer Kollegen.

In den kommenden Monaten steht bei der Reimann GmbH nur noch das Gelingen des Dredner Emil-Reimann-Stollen im Mittelpunkt, bevor man sich dann zu Beginn des neuen Jahres wieder mit aller Kraft der Einführung zusätzlicher OGSid - Module widmen kann.

 

 

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